Gelbfieber
Das Gelbfieber ist eine Viruserkrankung (wird von einem Virus verursacht), die über einen Mückenbiss übertragen wird (von der Aedes-Mücke).
Es gibt zwei geographische Hauptzonen, in welchen es zu Epidemien kommt:
Zone 1: Innertropisches Afrika (Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Kongo – Zaire, Kongo-Brazzaville, Elfenbeinküste, Äthiopien, Gambia, Gabun, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Äquatorialguinea, Kenia, Liberia, Malawi, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Uganda, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan, São Tomé & Príncipe, Vereinigte Republik Tansania, Tschad, Togo, Sambia).
Zone 2: Süd- und innertropisches Mittelamerika: Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Guyana, Französisch-Guyana, Panama, Peru, Surinam, Trinidad-Tobago, Venezuela.
In den meisten Fällen handelt es sich um eine ausheilende Krankheit. Die Inkubationszeit beträgt 3-6 Tage, die Symptome entsprechen denen der Grippe. Der Beginn ist dramatisch mit hohen Temperaturen, Kopfschmerzen, verschiedene Verdauungsbeschwerden und Muskelschmerzen, die über den ganzen Körper verteilt sind.
Es gibt keine wirksame Behandlung, es können aber Medikamente zur Behandlung der Symptome (Fieber und mögliche Schmerzen mit Fieber- und Schmerzmitteln wie Paracetamol und Kodein) verschrieben werden. Aspirin sollte jedoch vermieden werden.
In den meisten Fällen verschwindet die Krankheit nach 24-72 Stunden von alleine. Das Fieber fällt und die Genesungszeit ist relativ kurz ohne Nachwirkungen. Leider überlagert diese Flaute (Abklingen der Krankheit) eine vorhandene, viel schwerere Form der Krankheit (die toxische Periode). Mehrere Stunden oder selbst noch Tage später kann das Fieber erneut ansteigen und der Patient leidet unter Verdauungsblutungen, einer Gelbsucht (daher der Name Gelbfieber) und unter heftigen Nierenschmerzen. Der Patient kann dann ins Delirium fallen und Krämpfe bekommen und ins Koma fallen. Diese schwere Form des Gelbfiebers führt oft zum Tode.
Aufgrund der fehlenden Behandlungsmöglichkeit beim Gelbfieber ist die Impfung unerlässlich.
Diese ist für alle tropischen afrikanischen und amerikanischen Länder obligatorisch und wird dringend empfohlen. Sie ist auch erforderlich, wenn Sie gerade in ein Epidemie-Land gereist sind und auch nach einem Aufenthalt im Transitbereich, wenn Sie in tropische und subtropische Länder einschliesslich Asien und Ozeanien weiterreisen.
Die Impfung kann nur in einem zugelassenen Zentrum durchgeführt werden. Es handelt sich um eine einmalige Impfung, die in Ihrem Impfbuch eingetragen wird. Sie muss mindestens 10 Tage vor der Abreise verabreicht werden. Diese Frist steht für die Zeit, die für eine ausreichende Immunisierung erforderlich ist. Der Impfstoff gegen Gelbfieber hält 10 Jahre lang an. Aber Vorsicht! Dieser Impfstoff ist nicht für Personen mit einer Allergie gegen Eier geeignet.
Wenn während Ihrer Reise Probleme auftreten, warten Sie nicht, bis Sie wieder zu Hause sind und sich an Ihren Arzt wenden können. Der zuständige Arzt Ihrer Assistance-Versicherungsgesellschaft steht Ihnen für die Besprechung von Fragen oder Zweifeln zu Ihrem Gesundheitszustand zur Verfügung. Er/sie kann Sie sinnvoll beraten, Ihren Hausarzt kontaktieren und egal wo Sie sind, eine Beratung organisieren.
Dieser Impfstoff ist nicht für Kinder unter 6 Monaten, Schwangere, Personen mit einer Immuninsuffizienz und für bestimmte allergische Patienten geeignet. Diese vier Personengruppen sollten deshalb eine Reise in Epidemiegebiete mit Gelbfieber vermeiden. Wenn die Reise aber unbedingt notwendig ist, kann der Arzt am zugelassenen Impfzentrum die Vorteile einer Impfung mit den Risiken abwägen. Es ist darauf hinzuweisen, dass auch bei fehlender Impfung oder bei einer Kontraindikation gegen die Impfung zahlreiche Länder ein ärztliches Attest vor der Einreise auf ihr Staatsgebiet einfordern.

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